Samba

Wenn ein Ende zum Anfang wird.

sambaWas sich am 15. Februar 2005 in Neunkirchen abspielte, könnte man durchaus als bahnbrechend bezeichnen. Denn so traurig es war, dass Elefantendame Samba an diesem Tag im Neunkircher Zoo einer Herz-Kreislauf-Schwäche erlag, so spektakulär ist, was ihr Tod nach sich zog.

Dabei hatte es anfangs gar nicht nach einem „Happy End“ ausgesehen – schließlich hatte Zoodirektor Dr. Norbert Fritsch Samba bereits in die Tierentsorgungsanstalt bringen lassen, um sie dort schweren Herzens in die geforderten 50 bis 60 cm großen Stücke zu zerteilen. Motorsäge und Messer waren buchstäblich gewetzt, als im letzten Moment ein Telefonanruf Sambas Schicksal eine völlig neue Wendung gab. Eine Körperspenderin des Institut für Plastination hatte von Sambas Tod und der nun drohenden Verarbeitung zu Seife erfahren, und bat eindringlich darum, den toten Elefantenkörper an Dr. Gunther von Hagens zu übergeben – um Samba durch Plastination für die Nachwelt zu erhalten. Norbert Fritsch zögerte keine Sekunde.

Damit zog Sambas Tod die Geburt der Ausstellung KÖRPERWELTEN der Tiere nach sich – denn mit seiner Vollendung des weltweit ersten Elefanten-Plastinats wusste Gunther von Hagens, dass die Zeit für eine neue Ausstellung gekommen war – eine Ausstellung, die sich allein plastinierten Tieren widmete.

Schnell nahm damals diese Idee konkrete Formen an und schließlich entstand eine mit Kuratorin Dr. Angelina Whalley in Form und Zusammensetzung komplett neu konzipierte Tierausstellung – die KÖRPERWELTEN der Tiere!